Hospizarbeit in Coronazeiten

Die Corona-Pandemie hat auch bei der Hospizarbeit in Liechtenstein – vor allem während des ersten grossen Lockdowns im Frühling 2020 – ihre Spuren hinterlassen. Nach dem offiziellen Besuchsverbot ab Mitte März in den stationären Einrichtungen im Lande war es unseren Ehrenamtlichen nicht mehr möglich, ihre zugeteilen Personen persönlich (physisch) vor Ort zu besuchen. So fanden Telefongespräche, Briefwechsel etc. statt, um die gerade in dieser Zeit die wichtigen sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten. Nach der Öffnung Ende Mai konnten die Menschen in den stationären Einrichtungen zur grossen Freude aller wieder persönlich besucht. Wir danken allen Beteiligten für den besonderen Einsatz und das Verständnis.

Bevölkerungsbefragung 2020/2021

Im August 2020 hat die Hospizbewegung insgesamt 1000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab 18 Jahren aus Liechtenstein sowie zusätzlich alle Ärzte im Lande angeschrieben mit der Bitte, einen Fragebogen über die Hospizbewegung Liechtenstein auszufüllen. Diese Umfrage haben wir schon 2004 (also kurz nach der Gründung der HBL) lanciert und haben beschlossen, anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der HBL 2021 diese Aktion zu wiederholen. Bis Ende Oktober wurden ca. 210 ausgefüllte Fragebogen zurückgesendet. Nun erfolgt die Auswertung, welche im Frühling 2021 veröffentlicht wird.

Spende der Neuen Bank

Sehr dankbar konnten wir am 8. Juli 2020 überraschenderweise eine tolle Spende in der Höhe von CHF 20.000.- von der Neuen Bank Vaduz in Empfang nehmen. Diese wurde im Rahmen der gesamten Corona-Spenden (CHF 500.000.-) an soziale Institutionen des Landes durch Karl Heinz Ospelt und Pietro Leone an den Präsidenten Franz Jehle überreicht. Wir danken sehr herzlich für die grosszügige Spende. Diese wurde zu einem grossen Teil bereits an unser Partnerhospiz Helderberg in Südafrika überwiesen. Diese mussten in der Coronazeit im Frühling ihr stationäres Hospiz komplett schliessen, weil die nötigen Schutzausrüstungen fehlten.

Gründungsmitglied Franz Näscher verstorben

Am Freitag, 6. November 2020, ist leider unser Gründungs- und Vorstandsmitglied Pfr. i. R.

Franz Näscher im Alter von 82 Jahren verstorben. Franz Näscher aus Gamprin wurde 1965 zum Priester geweiht und war u. a. als Kaplan in Balzers sowie von 1979 bis 2003 als Pfarrer von Vaduz tätig. Daneben führte er während zwei Perioden als Dekan das damalige Dekanat Liechtenstein überaus erfolgreich. Im Jahre 2001 war er als Vertreter der Geistlichkeit bei der Gründung der Hospizbewegung Liechtenstein dabei und hatte danach bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 2013 Einsitz im Vorstand der Hospizbewegung und wurde danach zum Ehrenmitglied ernannt. Darüber hinaus war er auch jahrelang als kompetenter Referent bei der Hospizkursen tätig.

Die HBL dankt Franz Näscher ganz herzlich für seinen stets humanistischen und christlichen Einsatz zum Wohle von Menschen in Grenzsituationen sowie des Vereines Hospizbewegung Liechtenstein. Er ruhe in Frieden. Wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerungbehalten.

Neue Publikation „…aber die Liebe bleibt“

Insgesamt 21 betroffene Menschen haben auf Einladung der HBL ihre persönlichen Berichte, Zeichnungen, Gedichte, Liedtexte etc. übers Abschiednehmen, Loslassen und Trauern geschickt. Dafür danken wir von ganzem Herzen.

Diese 21 Geschichten zeigen eindrücklich auf, dass es kein Patentrezept für den Umgang mit Loslassen, Abschiednehmen und Trauer gibt. Jede Person soll seine persönliche und authentische Ausdrucksform finden und leben. 21 Geschichten von 21 unterschiedlichen Menschen lassen uns aufhorchen und bereit sein für empathische und einfühlsames Mitfiebern und Mitgehen beim Lesen. Lassen wir uns berühren von den eindrücklichen Beiträgen. Das Buch anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums der Hospizbewegung Liechtenstein erscheint im Mai/Juni 2021

Parktische Hospizarbeit“ Baustein 2

In Zusammenarbeit zwischen Hospizbewegung und Erwachsenenbildung Steinegerta startet am Samstag, 27. Februar 2021, im Seminarzentrum Steinegerta, Schaan eine Neuauflage von Baustein 2 vom Einführungskurs „Parktische Hospizarbeit: Soziale Kompetenzen fördern“. Der Baustein umfasst insgesamt drei ganze Samstage (27. Feb., 27. März und 8. Mai 2021), jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr.

An diesen drei Tagen setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit sich selber auseinander. Wie gehe ich auf Menschen zu? Welche Menschenbild und welche Wertvorstellungen vertrete ich? Welches sind meine Stärken und Schwächen? Welches Kommunikations-verhalten lege ich an den Tag? Wo sind meine persönlichen Grenzen?

Eingeladen sind interessierte Absolvent/innen vom Baustein 1 oder ähnlichen Lehrgängen.

Weitere Informationen und Anmeldungen unter Tel. 232 48 22 oder info@steinegerta.li, www.steinegerta.li

Kontaktperson für Medien: Franz Jehle, Präsident

Schaan, Tel. 232 60 81; franz.jehle@1fl.li

ztnews